Archiv für den Autor: Linda Klaus

Nicos Musiktipps

nicoHey, mein Name ist Nico, ich bin 17 Jahre alt und zusammen mit Nicklas und Ole einer von insgesamt 3 Abzubildenden im 2. Lehrjahr bei BRAINWORXX.

Mir ist es wichtig Musik bei der Arbeit zu hören, um meine nervigen Kollegen nicht mehr ertragen zu müssen 😉 kleiner Spaß

Ehrlich gesagt höre ich gern Musik, wenn mal wieder ein etwas monotoner Arbeitsablauf ansteht. Dabei bringt die Musik die benötigte Abwechslung in die Arbeit und hilft mir dabei, auch solche Arbeiten motiviert zu bewältigen.

Allerdings verzichte ich beim Erstellen von Konzepten gern auf Musik. Auch bei Aufgaben, bei denen ich sehr konzentriert arbeite, lass ich die Playlist lieber aus.

Mein Musikgeschmack kann ich am besten mit folgendem Satz beschreiben: “Ich höre alles was nicht an Schlager grenzt.“

Wer einen ähnlichen Musikgeschmack pflegt, dem kann ich nur ans Herz legen, mal ein paar Spotify Playlists durchzuhören. Da finden sich immer mal ein paar musikalische Schätze. Ich lasse mich aber auch oftmals von Freunden auf neue Tracks und Songs aufmerksam machen.

Heute würde ich euch gern folgende Lieder empfehlen:

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Musik am Arbeitsplatz

musik

Musik ist unser ständiger Begleiter in jeder Lebenslage. Ob beim Aufwachen vom dröhnenden Radiowecker, unter der Dusche, beim Sport oder auf einer Party am Wochenende. Musik ist Motivation, Freude, Seelenstreichler, Therapeut, Stimmungsaufheller und noch so viel mehr.

Deshalb ist für mich die Musik bei der Arbeit so gut wie nicht mehr wegzudenken. Jeder kennt das: Trifft dein Lieblingssong auf deine Ohren, tanzt deine Laune gleich freudig mit. Von jetzt auf gleich steht der Stress hinten an und du ertappst dich dabei, wie du bei der Arbeit einen Song leise mitsingst. Das wirkt sich wiederum positiv auf deine Arbeit aus. Nach einem Stimmungstief hilft mir die richtige Musik mich wieder zu motivieren.

Musik kann allerdings auch ablenken. Wenn ich zum Beispiel einen Text wie diesen schreibe, dann brauche ich dazu absolute Stille. Denn Musik erschwert das Schreiben oder Lesen von Texten. Denn oft singen die Gedanken den Songtext automatisch mit und die Konzentration auf das Gelesene oder Geschriebene lässt nach. Deshalb höre ich beim Lesen höchstens sanfte Beats und beim Schreiben bleibt die Musik aus. Bei allen anderen Tätigkeiten höre ich natürliche gern Musik. An dieser Stelle mal ein Paar Tipps für ein gutes Arbeitsklima mit Musik im Büro.

Tipps für das Musikhören im Büro

  • Keine Bürobeschallung! Wer seine Lieblingsmusik hören möchte, der sollte immer Kopfhörer dabei haben. Nichts ist schlimmer, als gezwungen zu sein Musik zu hören, die man selbst absolut nicht ausstehen kann. Also denk immer an deine Kollegen und schone sie durch das tragen von Kopfhörern.
  • Achte auf die Lautstärke! Auch wenn du Kopfhörer trägst, solltest du die Musik nicht so laut aufdrehen. Denn du solltest immer noch hören, wenn dich ein Kollege anspricht oder das Telefon klingelt.
  • Mitsingen oder mitwippen nur in den seltensten Fällen. Wer sich sein Büro mit wenigen Kollegen teilt und sich sehr gut mit den anderen versteht, der kann auch mal zeigen wie sehr er den Song mag. Denn Musik kann auch gute Laune an die Arbeitskollegen weitergeben. Allerdings sollten solche Momente nur gelegentlich mal zusammen genossen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass keiner beim Telefonieren oder ähnlichem gestört wird. Ständiges mitsingen und rumhampeln am Arbeitsplatz wird bei den Kollegen allerdings nicht gut ankommen.

Wenn du dir diese Tipps zu Herzen nimmst, steht einem Arbeitstag mit Musik nichts mehr im Weg.

So mancher schafft sich die richtige Arbeitsatmosphäre nicht mit Musik sondern sanften klängen aus der Natur. Hierfür ist man bei Noisli an der richtigen Adresse. Der kostenlose Webdienst stellt ein breites Repertoire an Hintergrundgeräuschen aus der Natur zur Verfügung.

Der ein oder andere Stadtmensch braucht auch manchmal seine tägliche Dosis Stadtgeräusche. Die bekommt er auf Coffitivity.

Ein nützliches Tool für alle Fans der Elektronischen Musik ist Get Work Done Music.

Möchtest du wissen, was wir Brainworker so bei der Arbeit hören?
Hier gibt’s schon mal einen kleinen Vorgeschmack.

Das ist meine persönliche Musikliste für die Arbeit.

linda_musikKurz zu meiner Musikliste: Ich bin Linda und höre gern elektronische Musik bei der Arbeit. Die Musik entspannt und motiviert mich. Sie läuft oft bei kreativen Arbeiten im Hintergrund. Hör mal rein, vielleicht ist auch was für dich dabei!

Wichtig! In regelmäßigen Abständen werde ich hier die Brainworker und ihre Musiklisten aus dem Arbeitsalltag vorstellen. Wenn du also mehr wissen möchtest, dann schau mal wieder in unserem Webblog vorbei.

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Die Kunst aus Daten

Das wir mit den unterschiedlichsten Sport Apps nicht nur unsere Erfolge messen können, sondern auch unsere privaten Daten zur Verfügung stellen, sollte mittlerweile jedem bewusst sein. Für den Vorteil, den wir uns aus der App versprechen, tauschen wir unsere sensiblen Daten gegen Statistiken, Zeitmessung und Laufruten. Den Entwicklern dieser App stehen alle Daten in Echtzeit zur Verfügung. Dass diese Daten nicht nur in Statistiken einfließen, sondern auch visuell ansprechend aufgewertet werden können, zeigt die Activity-Tracking App Human.

Diese hat aus den Bewegungsprofilen ihrer joggenden, spazierenden, Fahrrad- und Auto fahrenden Nutzer einen leuchtenden Stadtplan auf schwarzen Grund erzeugt.

Bewegungsprofil Berlin(Spaziergänger in Berlin)

Das sieht nicht nur toll aus, sondern stellt gleich bildlich da, dass die App immer weiß, wo du dich als Nutzer befindest und was du gerade machst. So kunstvoll diese Bilder auch sind, so nachdenklich machen sie auch.

Schaut euch die unterschiedlich entstandenen Bilder der jeweiligen Städte mal an unter http://cities.human.co

Quelle: http://cities.human.co/

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Erfahrungsbericht – von Photoshop zu Affinity Photo

Als mein Chef zu mir ins Büro stürmte und Fragte: „Kennst du schon Affinity, die Photoshop alternative?“ War meine Reaktion nur ein fragender Blick und ein leises „Nö“. Da ich bisher viel mit Photoshop gearbeitet habe, wurde mir die Ehre zu teil, das neue Programm auf Herz und
Nieren zu prüfen. Denn die aktuelle Photoshop-Version gibt’s nur noch im kostspieligen Abonnement. Da klingt die klassische Einzellizenz von Affinity Photo, für einmalige 49,99 Euro,
nach einer guten Alternative. Hierbei muss allerdings noch erwähnt werden, dass Affinity Photo momentan nur für den Mac Nutzer eine Option ist. Mit dem Wissen, dass Affinity Photo von Serif an dem Thron von Adobe Photoshop sägt, bin ich gespannt ob dieses neue Programm meinen Anforderungen gerecht wird.

Oberfläche und Handhabung

Nach dem ersten Öffnen von Affinity Photo fällt auf, dass der Aufbau schon sehr stark einer Photoshop Kopie ähnelt. Was mich grundsätzlich schon mal freut, denn nichts ist leichter als in ein Programm einzusteigen, mit dessen Anordnung und Funktionen man schon vertraut ist.
Mit Erleichterung entdecke ich die gewohnte Werkzeugleiste auf der linken Seite und rechts
diverse Paletten, etwa für Ebenen, Histogramm und Navigator. Auch die schlichte Anthrazit-graue Oberfläche macht einen guten ersten Gesamteindruck. Etwas ungewohnt ist es anfangs allerdings, dass der Farbwähler für Vorder- und Hintergrundfarbe nicht unterhalb der Werkzeugpalette zu finden ist, sondern rechts oberhalb der Ebenenfenster platziert wurde.
Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt. Angenehm aufgefallen ist mir die Platzierung der Pipette, gleich neben dem Farbwähler. Das erspart ständiges hin- und her-klicken.

Brainworxx Gebaede

Um das Programm mit meiner regelmäßigen Arbeit zu konfrontieren, öffne ich erstmal eine Photoshop Datei in Affinity. Denn das ist laut Hersteller kein Problem. Was mich positiv überrascht – alle Ebenen und zusammengefassten Ordner sind auch in Affinity Photo so angeordnet wie vorher in Photoshop. Selbst die von mir in Photoshop gezogenen Hilfslinien übernimmt das Programm ohne Einschränkungen. Allerdings werden die Formen, die ich mit dem Zeichenstift-Werkzeug in Photoshop erstellt habe, nicht immer einwandfrei übernommen. Ansonsten werden alle Rechtecke und Ellipsen auch in Affinity Photo als solche angezeigt.

polaroidEin mit dem Verschieben-Werkzeug  eingeblendeter Auswahlrahmen zeigt in Affinity, in welcher Ebene ich mich gerade befinde und erleichtert mir die Übersicht. So muss ich nicht erst die Ebenen anklicken, die ich bearbeiten möchte, wie in Photoshop. Ich klicke einfach mit dem Verschieben-Werkzeug auf den Bereich im Bild, den ich bearbeiten möchte und bin in der entsprechenden Ebene.

Alle geöffneten Dateien werden in der Standard-Ansicht von Affinity Photo jeweils in Tabs dargestellt, wie wir das aus Photoshop bereits kennen. Im sogenannten modularen Modus werden diese in separaten Fenstern angezeigt. Anders als in Photoshop funktioniert hier der Austausch zwischen zwei Dateifenstern per Drag-and-Drop noch nicht. So bleibt nur der Weg über die Zwischenablage mit [cmd]+[C] und [cmd]+[V].

Womit wir auch schon bei den Kurzbefehlen wären. Denn selbst bekannte Tastenkombinationen wurden vom großen Vorbild übernommen und tauchen in Affinity Photo wieder auf. Alt bekannte Shortcuts wie [cmd] + [Z] für rückgängig oder [cmd]+[J] für ein Ebenenduplikat wird man hier nicht missen müssen. Leider funktionieren in Affinity Photo noch nicht alle Shortcuts einwandfrei. Auch gibt es derzeit nicht die Möglichkeit, eigene Kurzbefehle anzulegen. Da besteht noch Nachbesserungsbedarf, auf das wir aber bestimmt nicht lange warten müssen.

Kleiner Tipp: Die hier eingeblendeten Tastenkombinationen für den Affinity Designer funktionieren überwiegend auch in Affinity Photo mit der Einstellung deiner Tastatur auf die Eingabequelle Englisch.

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Bildquelle: www.discovery-affinity-designer.com

Aufteilung

Alles in allem wirkt die Benutzeroberfläche von Affinity Photo klar strukturiert und macht das Arbeiten durch aufgeteilte Arbeitsbereiche sogenannte „Persona“ einfach. Die Bereiche sind unterteilt in Foto Persona, Liquify Persona (vergleichbar Photoshops Verflüssigen-Filter), Develop Persona (für die RAW-Entwicklung) und Export Persona (für den Dateiexport). Wählt man einen der Personas aus, verändert sich die Arbeitsoberfläche und passt sich der jeweiligen Persona an.

Aufteilung Affinity

Bildbearbeitung

Das Hauptaugenmerk liegt auch wie der Name schon sagt, auf der Bildbearbeitung von Fotos. An Farbräumen stehen CMYK (8Bit), RGB, (8/ 16Bit), Graustufen (8/ 16Bit), und Lab (16Bit) zur Auswahl. Auch bekannte Anpassungen wie Helligkeit/ Kontrast, Kanalmixer und Tonwertkorrektur sind in Affinity Photo zu finden. Ähnlich wie in Photoshop legen sich die Einstellungsebenen über das Bild und ermöglichen so eine weitreichend nicht-destruktive Arbeitsweise. Die Möglichkeit Arbeitsschritte rückgängig zu machen, Korrekturen in den unterschiedlichen Ebenen nachzubessern und individuell aufeinander abzustimmen, bildet die Basis für eine professionelle Bildbearbeitung. Für aufwendige Fotomontagen und Bildretuschen wartet Affinity Photo mit dynamisch skalier- und transportierbaren Ebenen, Pixel- und Vektormasken sowie Anpassungen für diverse Tonwertkorrekturen auf.

Die Palette an Filtern in Affinity Photo lässt kaum etwas vermissen. Viele Filter lassen sich als sogenannte Live-Filter anwenden und können jederzeit verändert werden, denn sie verändern die Bildebene nicht dauerhaft.

Auch eine gute Auswahl an Pinselspitzen sind in Affinity Photo bereits integriert. Da ich allerdings ein paar Pinselspitzen vermisst habe, kam mir das Programm mit der Möglichkeit Photoshop Pinsel zu laden sehr entgegen. Wem die Ebeneneffekte oder Filter nicht ausreichen, der kann zusätzlich Photoshop-Plug-ins verwenden. Hierbei funktionieren aber auch noch nicht alle Plug-ins rund.

Ein Highlight für alle Fans der Beauty-Retusche ist in Affinity Photo unter „Filter > Frequenzen trennen“ zu finden. Hier kann man mit wenigen Handgriffen die Haut weich und Porentief rein erscheinen lassen, ohne die eigentliche Struktur des Teints zu verändern.

fotoretusche

Wie man auf dem Screenshot schon sieht, wird in Affinity Photo das Vorschaubild auf das ganze Bild übertragen. Hier besteht bei einigen Filtern auch die Möglichkeit das gesamte Bild in eine vorher und nachher Ansicht aufzuteilen. Das ist echt mal ein großer Pluspunkt, denn in Photoshop gibt es oft nur ein kleines Fester, in dem ich nur erahnen konnte, wie sich der Filter auf das ganze Bild auswirkt.

Ein weiterer Filter überzeugt mich mit seinen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten. Der Filter „Ausleuchtung“ setzt eine Lichtquelle ich das Bild, die nach Belieben eingestellt werden kann. Auch die direkte Filtervorschau über dem Originalbild schafft eine optimale Lichteinstellung.

Licht

Features

Affinity Photo bietet in der Seitenleiste unter dem Navigationspunkt „Stock“ (das für Shutterstock steht) eine direkte Verbindung zu der Bildplattform Shutterstock an. Hier hast du die Möglichkeit einen Suchbegriff für dein Wunschbild einzugeben und dir werden die Bilder von Shutterstock im Programm angezeigt. Allerdings sind die Bilder nicht kostenlos. Um die Bilder verwenden zu können, musst du dich auf www.shutterstock.com anmelden und dir dein kostenpflichtiges Paket aussuchen. Erst dann kannst du die gewünschten Bilder erwerben und verwenden.

Für den Dateiexport steht bei Affinity Photo die Export-Persona zusätzlich zum klassischen Export-Befehl zur Verfügung. Die Export-Persona bietet uns Webdesignern die Möglichkeit unsere Werke zu slicen. Unabhängig von der Länge der angelegten Datei kann ich mir alles so zuschneiden, wie ich es für den Webauftritt brauche. Da hatte ich mit der neuen Photoshop Version einige Probleme, da ich dort ab einer bestimmten Länge die Slices nicht mehr speichern konnte sowie alle zugeschnittenen Bilder einzeln einem Dateiformat wie zum Beispiel .png zuordnen musste.

Mein persönliches Fazit

Affinity Photo ist schon ein vielseitiges und größtenteils gut umgesetztes Bildarbeitungsprogramm. Es bietet viele gut durchdachte Einstellungsmöglichkeiten an und macht es Neueinsteigern leicht in das Programm zu finden. Ist man allerdings schon Photoshop vorbelastet, fallen schnell kleine Mängel ins Auge. Denn das ein oder andere Werkzeug wie zum Beispiel das Lasso, hat nicht mehr so viele Auswahlmöglichkeiten wie in seinem Vorbild. Auch Ebenen einfach zu verbinde, um sie zusammen verschieben zu können (ohne sie zusammen auswählen zu müssen) fällt in Affinity weg. Meine Arbeit mit den gewohnten Tastenkombinationen ist momentan in Affinity Photo noch eingeschränkt.

Abgesehen von den im gesamten Text erwähnten Kritikpunkten hat mir die Arbeit mit Affinity Photo sehr gut gefallen. Manche Dinge, die mich in Photoshop oft gestört haben, wurden teilweise in Affinity Photo besser umgesetzt.

Das was Affinity Photo insgesamt zu bieten hat, kann sich sehen lassen. Auch wenn es Photoshop nicht vom Thron schupsen kann, ist es eine durchaus empfehlenswerte Software zu einem unschlagbaren Preis von 49,99 Euro.

Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

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Sprechende Buchseiten

Ein beeindruckendes Zusammenwirken von Buchbindetechnik und experimenteller Hochtechnologie realisierte Serviceplan München gemeinsam mit der TU Chemnitz für das aktuelle World Press Photo – Jahrbuch.

Das Jahrbuch „World Press Photo Speaking Images 2015“ zeigt auf rund 100 Seiten herausragende und preisgekrönte Arbeiten von Pressefotografen. Dieser neue Bildband verleiht den prämierten Bildern nun eine Stimme.

World Press Photo - Jahrbuch

Mit dem Öffnen des Bildbands steigt der Betrachter in eine neue Welt ein. Nach einer Einleitung mit dem Namen des jeweiligen Preisträgers folgt eine weitere Seite mit dessen biografischen Angaben. Darauf folgt die Seite mit dem prämierten Bild, das mit einem gedruckten Lautsprecher hinterlegt ist. Das Besondere – der Lautsprecher ist kaum sichtbar.

Während der Betrachter das Bild auf sich wirken lässt, erzählt eine Stimme die Hintergründe dieses Fotos. Unterstützt wird die Erzählung von Originaltönen, Musik und authentischen Sounds, die das Bild noch lebendiger wirken lassen. Die Sounddatei läuft beim Umblättern so lang weiter bis der Leser auf die nächste Seite mit einem unterlegten Lautsprecher blättert. Die rund 25 Seiten mit integriertem Lautsprecher schaffen einen ganz besonderen Einblick hinter die Entstehung des Bildes.

Damit man sich noch lang an dem Bildband erfreuen kann, befindet sich eine Öffnung fürs Ladekabel in hinteren Buchdeckel rechts unten.

Wie funktioniert das Ganze?

Mittels Siebdruck wird ein piezoelektrisches Polymer auf den Rücken einer Buchseite aufgetragen. Darüber kommt ein weiteres, transparentes piezoelektrisches Polymer. Danach wird die nächste Seite darüber geklebt. Die Polymere reagiert bei Druck und Bewegung miteinander und entwickelt dabei Schwingungen. Diese übertragen sich auf das Papier. Durch die Bewegung wird der Ton übertragen. Die Seiten mit den Lautsprechern sind nur 60 Mikrometer dick. Das entspricht ungefähr einer Haardicke.

Jede Seite wird erstmal am Rand mit einer leitfähigen Silberpaste bedruck. Die Paste dient als Sensor, der angibt welche Seite gerade aufgeschlagen ist. Dieser Rand verschwindet dann im Bund des Buches. Im Inneren des Buchdeckels befindet sich die Technik. Ein Atmel-Controller kann anhand des Sensors die richtige Audiodatei zur jeweiligen Seite von der Speicherkarte abrufen und abspielen.

Alle Seiten mit einem Lautsprecher sind mit sogenannten Crimpen verknüpft. Die 75 kurzen, rund einen Millimeter dünnen Metallstifte sind auf der einen Seite mit der Silberschicht verbunden und dienen so als Öffnungssensoren, indem sie dem Mikrocontroller melden, welche Seite geöffnet ist. An der anderen Seite sind die Crimpen mit einem Stecker für das Flachbandkabel verbunden. Diese Signal wird zu konventionellen Elektronik weitergeleitet. Wird eine Seite umgeblättert signalisieren die Sensoren, welche Seite geöffnet ist. Der Mikrocontroller wählt die entsprechende Audiodatei aus und gibt die Single durch den Verstärker an den gedruckten Lautsprecher weiter. So nimmt selbst das Umblättern der Seite Einfluss auf den Klang.

Ein Blick in die Zukunft

Mit dem Tonbuch – von den Chemnitzer Forschern Liebevoll „T-Book“ genannt – wurde ein Meilenstein in der Entwicklung gedruckter Informationen geschaffen. Buchseiten anfassen, durchblättern und dabei noch einem Klang oder einer Stimme lauschen zu können ist ein wirklicher Fortschritt für gedruckte Bücher. Diese Drucktechnik wurde inzwischen patentiert. Wir werden in den nächsten Jahren wohl noch öfter davon hören.

Quelle: Page 07/15 #326
Alle Angaben ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

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