Wieviel kostet eigentlich eine Internetseite?

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Jörg Moorth

Aufwand für unterschiedliche Projekt-Typen

Ich möchte mal auf die Schnelle vorweg verschiedene Typen von Internetseiten aufsteigend nach ihren Erstellungskosten aufzählen:

  1. Blog
  2. Kleine private Website
  3. Mittlere Business-Website
  4. Online-Shop
  5. Business-Portal
  6. Web-Applikation

Einen Blog mit Standardfunktionalität kann man mit etwas technischem Know-How selber erstellen. Es gibt fertige Systeme, die man seinen Wünschen entsprechend anpassen kann. Fertig. 

Ähnlich sieht es bei einer kleinen privaten Website aus. Auch hier kann man auf Tools, wie den Homepagebaukasten bei Strato, Jimdo oder andere zurückgreifen. Wenn man konzentriert mit solch einem System arbeitet, kann man sich in 1-2 Wochen eine eigene kleine Website erstellen. 

Auch für Online-Shops gibt es vorgefertigte Baukastensysteme. Hier werden aber oft schon umfassendere Kenntnisse vorausgesetzt. 

Bei den drei bisher genannten "Projekten" greift man in der Regel auf vorgefertigte Templates zurück und ist dann an dieses Template gebunden. Kleine Anpassungen im Design sind möglich, wobei hier schon weiterführende Kenntnisse erforderlich sind. Funktionsänderungen oder Erweiterungen sind meistens sehr aufwändig, oder sogar gar nicht durchführbar.

Bei Business-Webseiten, großen Onlineshops, Businessportalen oder Web-Applikation werden in der Regel Frameworks, Contentmangementsysteme oder Onlineshop-Systeme eingesetzt, die individuell für den Kunden angepasst oder sogar erweitert werden. Das ist, ohne entsprechende technische Erfahrung im Onlinebereich, so gut wie unmöglich selber durchzuführen.

Schauen wir uns den Aufwand für die einzelnen Projekt-Typen im Detail an:

 

Zeit, Geld und Know-How entscheiden über die Kosten

Für die Umsetzung eines Projektes muss man den Aufwand aber näher betrachten. Hier müssen drei Faktoren betrachtet werden, um eine bessere Einschätzung für die zu erwartenden Kosten zu bekommen.

  • Know-How
  • Zeit
  • Geld 

Diese drei Faktoren entscheiden darüber, wieviel die Erstellung eines Internetauftritts kostet.

  1. Verfügen Sie über ein gewisses Know-How und können Sie die Ressourcen für die Umsetzung eines Projektes bereitstellen, dann werden die Kosten entsprechend niedrig bleiben. (Abb. 1)
  2. In Abb.2 sehen Sie, dass die Kosten sich im gleichen Rahmen bewegen, wenn Sie zwar weniger Ressourcen zur Verfügung haben, diese aber ein größeres Know-How bei der Umsetzung von Web-Projekten besitzen. 
  3. Haben Sie wenig Know-How im Unternehmen und können Sie auch keine Ressourcen für die Umsetzung bereitstellen, dann steigen die Kosten, die Sie für einen Dienstleister aufbringen müssen.

Im Detail heißt das: 

  • Wenn Sie genügend finanzielle Mittel zur Verfügung haben, können Sie am einfachsten einen Mangel an Know-How und Zeit ausgleichen. Suchen Sie sich einen Dienstleister, der Ihre Anforderungen an das Projekt umsetzt.
  • Wenn Sie viel Zeit haben, aber nicht das nötige Know-How, können Sie Kosten sparen, indem Sie die Zeit nutzen, um das nötige Know-How aufzubauen. Aber unterschätzen Sie den Aufwand nicht. Gute Dienstleister haben Jahre an Erfahrung, die Sie nicht mal eben mit Hilfe einiger Online-Kurse aufbauen können.
  • Wenn Sie über ein gutes Know-How verfügen und auch die Zeit haben sich mit der Thematik zu beschäftigen, können Sie evtl. einen Großteil des Projektes selber planen und umsetzen und dadurch die Kosten geringhalten.

Das technische Know-How ist oft jedoch der Knackpunkt. Es werden viele Systeme angeboten, die vorgeben, dass Sie eine Website ohne Programmierkenntnisse selber erstellen können. Aber auch diese Systeme erfordern einen nicht geringen Aufwand an Einarbeitung. 

Ein paar Zahlen

Business Website

Welche Faktoren spielen bei der Umsetzung eines Projektes (z.B. Business Website) eine Rolle?

  • Projektplanung
  • Inhaltliche, strukturelle Planung des Auftritts
  • Visuelle Gestaltung
    • individuelles Design (hoher Aufwand)
    • templatebasiertes Design (geringerer Aufwand)
    • Autorenkorrekturen
  • technische Umsetzung
    • Prototyp (optional)
    • Programmierung (CMS)
    • Installation
    • Qualitätssicherung
  • Inhalte erstellen und einpflegen
  • Liveschaltung
  • Support

Je nachdem, welche dieser Tätigkeiten der Kunde selber durchführen (kann), reduzieren sich die Kosten für das Projekt.

In der günstigsten Variante würde der Kunde die Planung selber übernehmen, für die visuelle Gestaltung auf ein Template zurückgreifen und die Inhalte in Eigenregie erstellen und einpflegen. Nur die technische Entwicklung mit Hilfe eines Contenemanagementsystems (CMS), die Liveschaltung und der Support würde an einen professionellen Dienstleister vergeben werden. Bei solch einem Projektumfang müsste man mit Kosten zwischen mindestens 3.000,- und 5.000,- € rechnen.

Wenn eine individuelle visuelle Gestaltungvon eines Webdesigners gewünscht ist, ein Prototyp entwickelt werden soll und die Inhalte vom Dienstleister erstellt werden, können die Kosten je nach technischen Anforderungen und Entwicklungen bis in die mehrere Zehntausende steigen. In diesem Fall ist es ratsam sich an eine professionelle Agentur oder einen freien Webdesigner zu wenden. Wichtig ist es diesem Fall, dass der Kunden sich die Referenzen der Agentur oder des Webdesigners genau anschaut. So erkennt man in der Regel schnell, ob der Dienstleister zu den eigenen Wünschen und Anforderungen passt.

Online-Shop

Für die Entwicklung eines individuellen Online-Shops müssen Sie mit einem Budget ab mindestens 5.000,- bis 7.000,- € rechnen, wobei auch hier nach oben keine Grenzen gesetzt sind, wenn die technischen Anforderungen (z.B. Anbindung an Inhouse-Systeme ...) steigen.

Business-Portal oder Web-Applikation

Hierbei handelt es sich um komplexe Systeme mit Anbindungen an diverse andere Systeme, für die evtl. Schnittstellen programmiert werden müssen. Solche Projekte lassen sich in Eigenregie nicht umsetzen. Die Kosten für solche Projekte können leicht bis in den sechstelligen Bereich steigen und erfordern ein professionelles Projektmanagement.

Support und Wartung

Bei kleinen Projekten

Mit der Fertigstellung des Internetauftritts ist es jedoch noch nicht getan. Auch, wenn die Website mit einem der vielen Website-Baukästen erstellt wurde, fallen weitere Kosten an. Für die Domain, das SSL-Zertifikat und das Hosting der Website werden regelmäßige Kosten fällig.

Bei größeren Projekten

Bei größeren Projekten benötigen Sie in der Regel eine professionelle Agentur oder einen Webentwickler, die / der neue Funktion für den Internetauftritt programmieren kann, die im Laufe der Zeit hinzu kommen sollen.

Falls es mal Probleme mit dem Internetauftritt gibt benötigen Sie einen Anspreechpartner, der schnell und kompetetnt reagiert.